April 19

Coole T-Shirts aus fairer Produktion

Schon bald sollten sich die letzten Regenfronten verziehen und den Sommermonaten Platz machen. Dann werden wir uns wieder wünschen, dass wir ausreichend Bio T-Shirts für die Sommermonate in unserem Schrank haben. Denn kaum ein Kleidungsstück ist zeitloser wie das T-Shirt. Gab es in den letzten 30 Jahren eine Modeepoche in welcher Shirts in T-Form nicht mehr getragen wurden? Ich würde sagen, nein. In den 90er Jahren wurden sie gerade von Frauen bauchfrei getragen, zur Zeit zeigen Männer mit riesigen Ausschnitten viel Oberweite, während die Shirts unten umso länger im „Schlabberlook“ daherkommen. Nebst der Form ist natürlich der Aufdruck das entscheidende Stilelement von Streetwear. Nebst coolen Logos und Redesigns von alten Klassikern wie der Jack Daniels Shirts, welche in den 90er Jahren auch schon von Slash, dem Gitarristen von Guns ‚n‘ Roses getragen wurde, sind vor allem Motive und Headlines im Trend, welche zum Nachdenken anregen. Dabei machen sich heute auch viele junge Menschen immer mehr Gedanken über Nachhaltigkeit. Auch wenn wir alle immer das Neuste Kleidungsstück tragen wollen ist es naheliegend, dass wir mit diesem Konsumverhalten nicht nur verschiedene Wirtschaftszweige ankurbeln, sondern auch ganz viele Ressourcen zerstören. Denn der Herstellungsprozess eines einfachen T-Shirts, welches wir bei H&M oder Zalandoo für wenige Franken kaufen ist intensiv.

Coole T-Shirts, fair produziert bringen einen Mehrwert für Natur, Arbeiter und Modeträger

Coole T-Shirts, fair produziert bringen einen Mehrwert für Natur, Arbeiter und Modeträger

Schon nur die Produktion der Baumwolle verschlingt Unmengen an Wasser und ist konventionell angebaut sehr düngemittel- und pestizid-intensiv. Nachdem aus der Baumwolle Stoffe gewoben wurden, werden die Textilien mit viel Chemie eingefärbt. Da dies oft in Drittweltländern geschieht, gelangen dabei oft giftige Stoffe ins Grundwasser und zerstören damit die Lebensgrundlage von Pflanzen, Tieren und Menschen. Die gefärbten Stoffe werden dann in grosse Schneidereien geschickt, wo darauf T-Shirts genäht werden. Bekanntlich geschieht dies oft unter katastrophalen Bedingungen für die Angestellten. Nebst fehlender Arbeitssicherheit, werden immer wieder Kinder eingesetzt und die Entlohnung reicht kaum für ein einfaches Leben, geschweige denn für die Ernährung einer ganzen Familie. Nach der Schneiderei werden die Shirts an Siebdruckereien weitergeleitet. Hier werden die Textilien mit Drucken veredelt um ihnen den letzten Design-Schliff zu geben. Dabei werden einmal mehr giftige Farben eingesetzt und Menschenrecht mit Füssen getreten. Ist man sich dieser Produktionsweise etwas bewusster, verzichtet Mann und Frau vielleicht darauf immer dem neusten Modetrend zu folgen oder wir sind bereit coole T-Shirts aus fairer Produktion in Bioqualität zu kaufen. Dies wird von immer mehr kleinen, aber feinen Internet-Shops angeboten. Just do it!

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Verfasst 19. April 2016 von K004307 Kategorie Asien

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