Mai 3

Emaille – Renaissance eines alten Werkstoffs

Wer sich auf die Suche nach nachhaltigem Geschirr macht, der wird unweigerlich auf den Werkstoff Emaille stossen. Doch was genau ist eigentlich Emaille? Emaille besteht in erster Linie aus einem Metallkern. Es werden also in einem ersten Schritt Töpfe, Becher, Teller, Kannen usw. aus Blechen geformt und zusammengebaut. Das sieht dann so ähnlich aus wie eine Blechspritzkanne, komplett unbehandelt und eher rauh zum anfassen. in einem zweiten Schritt wird das Metall im Emaillierungsprozess unter hoher Hitze mit einer Glasschicht überzogen, welche dem Produkt die hohe Wertigkeit und angenehme Eigenschaften in der Haptik verleiht. Der Kreativität sind bei Emailleprodukten kaum Grenzen gesetzt, es besteht ausserdem die Möglichkeit die Produkte im Siebdruckverfahren zu personalisieren und zu veredeln.

Was sind die Vorteile von Emaille?

Emaille Geschirr erlebt eine Renaissance

 

Emaille Geschirr ist in erster Linie sehr charmant, man liebt es einfach, denn es kommt so anders daher wie Keramik oder Kunststoff. Es ist leicht, aber trotzdem extrem robust, die Glasbeschichtung hält bei richtiger Pflege fast ein Leben lang. Dank der Bruchfestigkeit eignet es sich auch hervorragend für Kindergeschirr, welches ja nicht selten auf dem Boden landet. In diesem Bereich zahlen sich auch die natürlichen Inhaltsstoffe des Produktes aus. Denn Emaille ist auch für Kinder absolut unbedenklich, da es gift- und schadstofffrei ist. Gerade Kunststoffgeschirr für Kinder hat diesbezüglich einen sehr schlechten Ruf und viele Eltern sind deshalb auf der Suche nach einer gesünderen Alternative für Ihre Kinder. Da beim Herstellungsprozess die Glasschicht unter hoher Hitze mit dem Metall verbunden wird, ist Emaille auch als Endprodukt extrem hitzebeständig. Es kann deshalb wie ein Pfanne auf einer Herdplatte, ja sogar auf einem Induktionsherd erhitzt werden, was das Einsatzgebiet des Geschirrs natürlich ungemein erweitert. Schalen und Teler mit hohem Rand eignen sich hervorragend als Formen für Gebäck oder Aufläufe, welche in einem herkömmlichen Backofen gebacken werden können. Das formschöne Geschirr kann im Anschluss direkt auf dem Tisch serviert werden oder es kann direkt als aus dem Ofen als warmer Teller gebraucht werden. Selbst wer einmal Zelten gehen möchte und mit einem Gas- oder Benzinkocher unterwegs ist: Emaille lässt sich auch auf einer Gasflamme unbeschadet erhitzen wird so zum begehrten Begleiter auf Campingplätzen und im Outdoor Bereich. Wir  für unseren Teil sind extrem glücklich, dass Emaille eine Renaissance erlebt und heute ein treuer Begleiter in unserem Alltag ist!

Mai 3

Essen ohne Verpackung

In letzter Zeit mache ich mir ernsthaft Gedanken über die Produkte, welche ich für den täglichen Bedarf einkaufe. Wenn ich in den Supermarkt gehe, also meistens in den nahegelegenen Migros oder Coop, dann achte ich wenn möglich darauf, dass ich lolake Produkte kaufe, welche nach biologischen Richtlinien angebaut wurden. So landet in meinem Einkaufswagen also Karotten, Fenchel, Äpfel, Rotkohl, Lauch, Koriander, Basilikum und vieles mehr. Wenn ich nach dem Bezahlen meine Sachen in meinen Rucksack packe, mich mit dem Velo auf den Nachhauseweg gemacht habe und dann die Sachen auspacke und in den Kühlschrank einräume, dann wird mir erst bewusst, wie unglaublich viel Plastik und Karton ich zusammen mit meinen Lebensmitteln eingekauft habe. Verstörenderweise werden insbesondere Bioprodukte einzeln in Kunststoff-Folie und Karton verpackt, so dass auch niemand auf die Idee kommt die teuren Bioprodukte auf die Waage zu legen, aber nur die Nummer des günstigeren, konventionell angebauten anzugeben. So bleibt nach meinem achso ökologischen Einkauf, ein riesiger Haufen Müll, welchen ich dann im Abfall oder bei der Sammelstelle entsorgen muss. Für mich ist dieser Zustand sehr unbefriedigend und ich kann mir nicht vorstellen, dass es für dieses Problem keine Lösung gibt.

Bioprodukte mit Kunststoff- und Kartonverpackung.

Die Lösung gibt es natürlich schon lange. So verzichten z. B. die meisten Bioläden bei Frischeprodukte wie Früchte und Gemüse konsequent auf Verpackungsmaterial. Der Kunde hat somit selbst die Wahl ob er sein eigenes Verpackungsmaterial mitbringt, oder ganz einfach darauf verzichtet und die Produkte verpackungsfrei in die Einkaufstasche steckt. Das Problem ist nun einfach, dass die Biomärkte ein sehr kleines Marktvolumen bedienen und dass sie preislich nicht mit Supermärkten mithalten können. Es müsste also das Ziel sein, dass die grossen Supermarktketten aufhören, jedes Produkt einzeln in Kunststoff abzupacken. Eigentlich ja keine Hexerei, es scheint aber einfach am guten Willen zu fehlen. Teilweise sind jetzt wenigsten in Coop und Migros schon mal biologisch angebaute Äpfel im Offenverkauf erhältlich. Jeder einzelne Apfel wird dann aber aufwändig mit einem kleinen Bio-Sticker versehen, damit auch ja keiner versucht teure Bioprodukte zu konventionellen Preise zu erschleichen. Es muss doch eine besser Lösung geben. Wie wäre es, wenn man einen eigenen Biobereich definieren würde? Das würde den Missbrauch schon mal sehr erschweren und ausserdem bioaffinen Menschen den Einkauf sehr erleichtern!